"Wir schaffen das spielend"

Unser Thema zum Auftakt des neuen Bogensport Jugend-Kaders "Gau Nordost"

Es hat tatsächlich geklappt und ich freue mich sehr darüber, dass alle gekommen sind und vor allem, dass alle wieder kommen wollen...
 
Hier eine kurze Zusammenfassung des Tages:
 
Nachdem alle Teilnehmer bereitwillig ein Interview über ihre bisherige Schützenlaufbahn gegeben hatten und ein "Trainingsheft" zum Eintrag aller relevanten Ereignisse ausgeteilt wurde testete ich mit dem Bälle-Kreisel-Spiel die Hand-Auge-Koordination, die Konzentrationsfähigkeit und die Reaktionsgeschwindigkeit der Gruppe.
Hier zeigte sich, dass Hand-Auge-Koordination und Aufmerksamkeitsbereitschaft ausbaufähig sind. Die Reaktionsgeschwindigkeit ist bei allen bereits ausreichend vorhanden.
 
Der anschließende Memory-Lauf zeigte die außerordentliche Leistungsbereitschaft fast aller Teilnehmer. Ein gewisses Aufmerksamkeitsdefizit verhinderte teilweise den Erfolg einer offensichtlich vorhandenen Lernbereitschaft.
 
Völlig überrascht war ich von der Aufmerksamkeit der Kinder beim Theorie-Thema "Psychologische Wettkampfvorbereitung".
Es gab sogar einige, die diesen Punkt in ihrem Feedback am Ende des Tages als besonders interessant bewertet hatten.
 
Endlich durfte dann auch geschossen werden - einfach so zum Reinkommen in den Bewegungsablauf  auf's Stroh. Und auch das folgende "Casting" sollte ohne Zielen rein auf den gewohnten Bewegungsablauf ausgerichtet sein. Dabei wurde jeder Schütze einzeln an die Linie gerufen und von allen Seiten gefilmt.
Diese Aufnahmen und meine Beobachtungen während der folgenden 30 Wertungspfeile sind Grundlage meiner Empfehlungen an die Heimtrainer, die in den nächsten Tagen folgen wird.
Hierbei zeigte sich, dass die Teilnehmer, die bereits Wettkampfergebnisse verbuchen können, ihre Leistungsfähigkeit deutlich überschätzen: Bis auf wenige Ausnahmen waren alle der Meinung, Ihre bisherigen Ergebnisse wären deutlich besser als das Ergebnis dieses Lehrgangtages.
 
Herzlichen Dank an die mitgereiste Mutti, ohne die ich beim Herrichten des Mittagessens ganz schön ins Schwitzen gekommen wäre. So aber gab es einen Mittagstisch mit geschätzten 500 Blondinen- und Mutterwitzen. Da kann ich wahrlich noch viel lernen ;)
 
Die Überraschung war allerseits groß als bekannt wurde, dass der Durchschnitt der ersten 15 Pfeile ohne Licht im Zielbereich sich kaum vom Ergebnis der zweiten 15 Pfeile mit Beleuchtung unterschieden hat. Ein weiteres Indiz für mich und meine Trainerarbeit, dass das Zielen wenig mit dem Treffen zu tun hat.
 
Ein weiterer Theorie-Teil war das im Oktober 2014 aktualisierte Technik-Leitbild des Bundestrainers Oliver Haidn. Dazu wurde eine Broschüre verteilt, welche als Referenz für alle weiteren Beurteilungen und Empfehlungen dienen soll.
Danach wurde wieder ausgiebig "gespielt". Das "Peile-Klauen" macht nicht nur viel Spaß sondern es baut langsam Druck auf und endet in einer Final-Situation. Dabei können die Tipps aus der vorausgegangenen Theorie-Einheit gut ausprobiert werden.
Treffen macht Spaß und Lust auf mehr. Das ist eindeutig die Devise beim Schießen auf Luftballons.  Und je weniger es werden, desto mehr wird die Konzentration gefordert. Und diese noch einmal hoch zu halten fällt eben leichter, wenn der Erfolg dann so schön von allen zu hören ist.
 
Ich konnte nicht umhin, einige grundlegende und alle Disziplinen umfassende Elemente zu zeigen - in Verbindung mit vorbereitenden Kraft-Trainingsübungen mit dem Theraband.

Doch das war einigen der Teilnehmer sogar noch zu wenig - was sie selbstbewusst in der abschließenden Feedback-runde kund taten. Ein weiterer Kritikpunkt war die Störung (bzw. die Unterbindung jener) des Lehrgangs durch zwei bis drei Schüler, welche nicht in der Lage waren, die Aufmerksamkeit bis zum Ende aufrecht zu erhalten.
 
Unter dem Menüpunkt "Intern" sind meine Beobachtungen und Empfehlungen zu den einzelnen Teilnehmern zusammengefasst - zusammen mit den Videoclips von den Schützen.
Das Passwort bekommen nur die Heimtrainer oder Abteilungsleiter auf E-Mail-Anfrage mitgeteilt. 

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